Fachkraft für Hochvolt- und alternative Antriebssysteme
- Umfang
- 272 UE
- Zeitstunden
- 204
- Kurstage
- 34
- Form
- online und Präsenz
- Abschluss
- Trägerzertifikat mit Stufennachweis
- Gruppengröße
- bis 12
Die Module
Eine Unterrichtseinheit sind 45 Minuten. Ein voller Kurstag hat genau acht davon, von 8:30 bis 15:45 Uhr mit festen Pausen.
Vorbereitungskurs
Technisches Rechnen, Werkstoffe, Arbeitssicherheit. Führt Quereinsteigende auf das Niveau, das die Fachmodule voraussetzen.
Stufe 1S Unterweisung
Für alle, die am Fahrzeug arbeiten, aber nicht am Hochvoltsystem. Acht Pflichtinhalte nach Kapitel 5.1.3.
Hochvolt-Grundkonzept
Der gemeinsame Theorieteil beider Linien. Systemaufbau, Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Regelwerk.
Erweiterung S
Praxis am Serienfahrzeug. Freischalten, sichern, Spannungsfreiheit feststellen. Führt mit dem Grundkonzept zu Stufe 2S.
Erweiterung E
Praxis an Prüfstand und Fertigungslinie. Führt mit dem Grundkonzept zu Stufe 2E.
Elektrotechnische Vertiefung
Messtechnik, Isolationsprüfung, Potentialausgleich, Fehlersuche.
Stufe 3S
Arbeiten unter Spannung am Serienfahrzeug. Mindestens 16 Unterrichtseinheiten Praxis.
Stufe 3E
Arbeiten unter Spannung in Entwicklung und Fertigung. Mit vorgeschalteter Kenntnisüberprüfung.
Wasserstoff und Brennstoffzelle
Gassysteme sind nicht Teil der Hochvoltausbildung. Dieses Modul schließt die Lücke.
Bewerbungstraining
Unterlagen, Gespräch und die Frage, wie sich Berufserfahrung im Wandel erzählen lässt.
Für wen der Kurs gedacht ist
Kfz-Fachkräfte, Quereinsteigende mit technischer Vorbildung, Beschäftigte in Flottenwerkstätten und Entwicklung
Voraussetzungen
Keine formale Voraussetzung für die Stufen 1S und 2S. Vor Stufe 3E findet eine Kenntnisüberprüfung nach Kapitel 4.1.5 statt.
Was Sie wissen sollten
- Die S-Linie gilt für Serienfahrzeuge, die E-Linie für Forschung, Entwicklung und Produktion. Das sind zwei parallele Linien, keine Stufenleiter.
- Wer Stufe 2S hat, hat damit nicht automatisch Stufe 2E. Das Zertifikat benennt den Anwendungsbereich ausdrücklich.
- Der Kurs ist auf Einstieg A ausgelegt, also auf Teilnehmende ohne elektrotechnische Vorkenntnisse. Dafür schreibt die DGUV mindestens 80 Unterrichtseinheiten vor.
Förderung
Mit 204 Zeitstunden liegt der Kurs über der Schwelle von 120 Stunden. Damit ist auch die Förderung Beschäftigter nach Paragraf 82 SGB III möglich.
Arbeitsuchende können den Kurs über einen Bildungsgutschein finanzieren. Das ist eine Ermessensentscheidung nach Paragraf 81 SGB III, es besteht kein Rechtsanspruch. Wir nennen Ihnen im Erstgespräch die Maßnahmenummer, die Sie für das Gespräch bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter brauchen.
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